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CASE STUDIES

Transformation im europäischen Agrarhandel

Mit Klarheit und Umsetzungskraft: Wie ein Interim Manager ein internationales Handelsunternehmen erfolgreich neu ausrichtete

Die Unternehmensgruppe gehört zu den bedeutenden Namen im europäischen Agrarhandel für Getreide und Futterrohstoffe. Es wurde nach einem Restrukturierer gesucht, der den Bereich hinsichtlich der Prozesse durchleuchten sollte, die zu negativen Ergebnisbeiträgen und signifikanten Risikopositionen geführt hatten. Mit mehr als 6.400 Mitarbeitern setzt das Unternehmen rund 6,5 Mrd. Euro um. Der Bereich Agrarhandel handelt mit rund 45 Mitarbeitern als einer der größten Handelsbereiche in Deutschland ein Handelsvolumen von rund 1,4 Mrd. Euro beziehungsweise 6,4 Mio. Tonnen Getreide, Ölsaaten und Futterrohstoffe. Der Bereich ist eine der wesentlichen Ergebnisstützen.

Die Ausgangssituation

Nach Jahren negativer Ergebnisbeiträge und signifikanter Risikopositionen sollte der Bereich hinsichtlich seiner Prozesse durchleuchtet werden – besonders auf die Erkennung von Risikominderungspotenzial sowie Effizienz.

„Im Agrarhandel sprechen viele zuerst über das Handelsvolumen. Entscheidend ist aber, was am Ende im Ergebnis ankommt. Deshalb war es wichtig, die Prozesse so zu durchleuchten, dass Risiken klar sichtbar und gezielt reduziert werden können.”

Kai Reddig

Partner EIM

Die Lösung

Die Analyse umfasste somit den Kontrakthandel, die Abwicklungs- sowie die Abrechnungsprozesse und die Schnittstellenprozesse zu den angrenzenden Unternehmensbereichen der Gruppe. Zwecks Optimierung wurde die IT-Landschaft aufgenommen, die Voice of Customer mit den Prozessen in Übereinstimmung gebracht und die Prozesslandkarte neu erstellt.

Die Vorstellung der Handlungsfelder und des Maßnahmenplans von vier Hauptaktionsfeldern erfolgte vor dem Gesamtvorstand der AG. Zu den Maßnahmen gehörten neben Ad-hoc-Maßnahmen insbesondere die Abwicklung der Handelskontrakte sowie die Installation eines harmonisierten und zentrierten Risiko-Managements, welches dem Händler eine tagesgenaue Sicht aller Risikopositionen ermöglichte.

 

Der nachhaltige Kundennutzen

  • Prozesszeiteneinsparung von mehreren tausend Stunden in der Abwicklung von Handelskontrakten: Konzeption, Ausarbeitung und Installation diverser Prozessdesigns, Aufdecken der Störfaktoren intern und in den Schnittstellen, Kompetenzverlagerungen und umfangreiche Adaption der Kundenwünsche im Abwicklungsprozess.
  • Weiteres Potenzial von über 10.000 Stunden erhoben: Konzepterstellung zwecks Anpassungen der Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe inkl. Harmonisierung der bereichsübergreifenden IT- & Buchungsläufe.
  • Installation eines Risk-Managements im Handelsbereich: Konzeption, Entwicklungsbegleitung sowie prozessuale Installation im gesamten Handelsbereich mit dem Ziel der zentralen und einheitlichen Steuerung aller börslichen und außerbörslichen Handelsrisiken sowie die Einbindung des Risk-Managements in das Konzerncontrolling.
  • Erstellung einer Prozesslandkarte mit entsprechenden Detaillierungen und Arbeitsanweisungen.
  • Der Bereich konnte erstmals wieder einen signifikanten Beitrag zum AG-Ergebnis leisten.

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